
Eine der häufigsten Fragen von Hausbesitzern, Unternehmen, Solarinstallateuren und Projektentwicklern ist ganz einfach:
Wie viele Solarmodule brauche ich tatsächlich?
Die Antwort hängt von weit mehr als nur der Dachfläche ab. Der tägliche Stromverbrauch, die örtlichen Sonneneinstrahlungsbedingungen, der Modulwirkungsgrad, die Auslegung des Wechselrichters, der Batteriespeicherbedarf und der zukünftige Energiebedarf beeinflussen die endgültige Systemgröße.
Bei MOTOMA arbeitet unser Engineering-Team weltweit an privaten, gewerblichen und industriellen Solarprojekten. Auch wenn jedes Projekt anders ist, folgt die Berechnung einem logischen technischen Ansatz, der Installateuren und Kunden hilft, sowohl Unter- als auch Überdimensionierung zu vermeiden.
Am Anfang jedes Solarprojekts steht die Ermittlung des Energieverbrauchs.
Der Stromverbrauch wird üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben.
| Anwendung | Durchschnittlicher Tagesverbrauch |
|---|---|
| Kleine Wohnung | 5-10 kWh/Tag |
| Durchschnittliches Einfamilienhaus | 15-30 kWh/Tag |
| Große Villa | 30-60 kWh/Tag |
| Einzelhandelsgeschäft | 50-150 kWh/Tag |
| Kleine Fabrik | 200-1000 kWh/Tag |
Verbraucht ein Haushalt beispielsweise 20kWh pro Tag, muss die Solaranlage unter normalen Betriebsbedingungen mindestens diese Energiemenge erzeugen.
Solarmodule liefern nicht 24 Stunden am Tag ihre Nennleistung.
Ingenieure verwenden das Konzept der Peak Sun Hours (PSH). Es bezeichnet die äquivalente Anzahl von Stunden pro Tag, in denen die Sonneneinstrahlung 1000W/m² entspricht.
| Region | Durchschnittliche Peak-Sun-Hours |
|---|---|
| Naher Osten | 5,5-7,0 Stunden |
| Afrika | 5,0-6,5 Stunden |
| Südeuropa | 4,5-6,0 Stunden |
| Nordamerika | 4,0-6,0 Stunden |
| Nordeuropa | 2,5-4,5 Stunden |
Projekte in Regionen mit höherer Sonneneinstrahlung benötigen weniger Module, um dieselbe Energiemenge zu erzeugen.
Eine Solaranlage arbeitet nie mit 100% theoretischem Wirkungsgrad.
Verluste entstehen durch die Umwandlung im Wechselrichter, Kabelwiderstände, Staubablagerungen, steigende Modultemperaturen, Verschattung und den Ladewirkungsgrad der Batterie.
Die meisten professionellen Solarplaner rechnen mit einem Gesamtwirkungsgrad des Systems von 75% bis 85%.
Eine häufig verwendete technische Annahme lautet:
Systemwirkungsgrad = 80%
Eine praktische Dimensionierungsformel für Installateure lautet:
Erforderliche Solarleistung (kW) = Täglicher Energieverbrauch ÷ Peak-Sun-Hours ÷ Systemwirkungsgrad
Beispiel:
Erforderliche Leistung = 20 ÷ 5 ÷ 0,8 = 5kW
Das Projekt benötigt daher eine Solaranlage mit etwa 5kW Leistung.
| Modulleistung | Benötigte Module |
|---|---|
| 400W-Solarmodul | 13 Module |
| 430W-TOPCon-Solarmodul | 12 Module |
| 550W-Solarmodul | 10 Module |
| 600W-Solarmodul | 9 Module |
Dies zeigt, warum moderne Hochleistungsmodule die benötigte Installationsfläche und den Bedarf an Montagematerial reduzieren.
| Täglicher Verbrauch | Systemgröße | 430W-Module | Batterieempfehlung |
|---|---|---|---|
| 10kWh/Tag | 3kW | 7 Module | 5kWh LiFePO4 |
| 20kWh/Tag | 5kW | 12 Module | 10kWh LiFePO4 |
| 30kWh/Tag | 8kW | 19 Module | 15kWh-20kWh LiFePO4 |
| 50kWh/Tag | 12kW | 28 Module | 20kWh-30kWh LiFePO4 |
Bei gewerblichen und industriellen Projekten ist die Dachfläche nicht immer der begrenzende Faktor. Stattdessen bewerten Ingenieure häufig:
Eine Fabrik mit einem Tagesverbrauch von 500kWh kann eine Solaranlage mit 100kW benötigen, bestehend aus ungefähr:
In Kombination mit einer Kapazität von 100kWh, 215kWh oder mehr in einem ESS-Batteriesystem kann der solare Eigenverbrauch deutlich gesteigert werden.
Nicht unbedingt.
550W-, 600W- und 700W-Module reduzieren zwar die Modulanzahl, größere Module erhöhen jedoch auch:
Für private Dächer bevorzugen viele Installateure weiterhin TOPCon-Module mit 430W bis 450W, da sie einen guten Ausgleich zwischen Wirkungsgrad, Handhabung und Dachkompatibilität bieten.
Moderne Solarprojekte kombinieren die photovoltaische Stromerzeugung zunehmend mit Energiespeichersystemen.
Zum Beispiel:
Die Batterie reduziert nicht die erforderliche Anzahl an Solarmodulen. Stattdessen speichert sie tagsüber erzeugte überschüssige Solarenergie für die Nutzung in der Nacht oder bei Netzausfällen.
Die Bestimmung der benötigten Anzahl von Solarmodulen ist eine technische Berechnung und keine einfache Schätzung. Energieverbrauch, Sonneneinstrahlung, Modulwirkungsgrad, Wechselrichterdimensionierung, Batteriespeicherbedarf und verfügbare Installationsfläche fließen in die endgültige Auslegung ein.
Für die meisten privaten Projekte bieten Systeme mit hocheffizienten 400W- bis 450W-Modulen ein ausgezeichnetes Verhältnis zwischen Leistung und Installationsflexibilität. Gewerbliche Projekte können je nach statischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von größeren 550W-, 600W- oder 700W-Modulen profitieren.
Am zuverlässigsten ist es, zunächst eine genaue Lastanalyse und Systemplanung durchzuführen und erst danach Solarmodule und Batteriespeicherkapazität auszuwählen.
Üblicherweise 12 Module bei 430W oder 10 Module bei 550W.
Die meisten Häuser benötigen je nach Stromverbrauch und örtlicher Sonneneinstrahlung zwischen 6 und 30 Module.
Nicht unbedingt. Die beste Wahl hängt von der verfügbaren Dachfläche, den Installationsanforderungen und der Wirtschaftlichkeit des Projekts ab.
Ein Batteriespeicher verbessert die Energieunabhängigkeit und die Notstromfähigkeit, reduziert aber nicht die benötigte Solarerzeugungsleistung.
Üblicherweise 45-60 Quadratmeter, abhängig von Modulabmessungen und Installationslayout.
Ja, sofern Wechselrichter, Batteriesystem und elektrische Infrastruktur von Anfang an für eine spätere Erweiterung ausgelegt sind.